Der Niedersächsische Sportjournalistenpreis

Sport gehört in unserer Gesellschaft zweifellos zu den Themen mit der höchsten Aufmerksamkeit – schon seit langem und heute mehr denn je. Von Max Schmeling über das (vermeintliche) Wembleytor bis zur aktuellen Debatte um Doping im Spitzensport: Der Sport mit seinem Millionenpublikum und seinen Milliardenumsätzen stiftet kulturelle Identität und spaltet in Lager, ist massenmediales wie privates Gesprächsgut, beliebte Freizeitbeschäftigung wie harter Wirtschaftsfaktor.

Diese zentrale Stellung in der Gesellschaft hat das Phänomen Sport nicht zuletzt dem Journalismus zu verdanken. Der Berufszweig des Sportjournalisten hat sich im Laufe der Jahre zu einer zunehmend gesellschaftlich hochgeachteten Profession entwickelt. Viele (auch inzwischen ehemalige) Sportjournalisten wie Günther Jauch, Reinhold Beckmann, Axel Hacke oder Maybritt Illner sind heute anerkannte Berühmtheiten in den Medien. Zu Beginn der empirischen Forschung im Sportjournalismus Mitte der 70er Jahre waren die Sportjournalisten von diesem Status allerdings noch weit entfernt, denn die Vertreter dieses Berufszweiges galten im Ressortkanon lange pauschal als sprachlich weniger versiert und inhaltlich weniger relevant als die Kollegen aus den Politik-, Wirtschaft- oder Kulturressorts. Diesen Vorurteilen begegnet man heute kaum noch. Sportjournalisten sind häufig sogar Aushängeschilder ihre Medienhäuser. Ihre Arbeit wirkt in die Gesellschaft hinein und sorgt für Resonanz. Dies sorgt teilweise für Diskussionen: Wie viel Nähe und wie viel Distanz benötigen Journalisten im Umgang mit den diversen Machtinstanzen? Spielt der Fairplay-Gedanke auch für die Sportberichterstattung eine wichtige Rolle? Warum benötigt die Gesellschaft einen unabhängigen (Sport)Journalismus und was sollte uns dies wert sein?

Diese und ähnliche Fragen diskutieren wir beim jährlichen Niedersächsischen Sportjournalisten-Forum. Eine Veranstaltung, die mit der Verleihung des Niedersächsischen Sportjournalistenpreises einhergeht. Inititiatoren und Veranstalter sind die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung in Kooperation mit der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) und dem Institut für Sportkommunikation (IfS) in Hannover.

Der Niedersächsische Sportjournalistenpreis wird jeweils in den drei Kategorien „Print/Online“, „Hörfunk/TV“ und „Nachwuchs“ verliehen.

Kontakt & Information

Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Hannover
Lister Straße 18
30163 Hannover
+49 511 5335880
+49 511 53358828
hannover@@fh-mittelstand.de

Ihre Ansprechpartner

Prof. Dr. Marcus Bölz

Prof. Dr. Marcus Bölz

Leiter Institut für Sportkommunikation (IfS)
boelz@@fh-mittelstand.de

Publikationen
Aimee Victoria Schneider

Aimee Victoria Schneider, B.A.

Marketing & Vertrieb Hannover
schneider@@fh-mittelstand.de
Fon: +49 511 53358814

Niedersächsischer Sportjournalistenpreis Rückblick

4. Niedersächsisches Sportjournalisten-Forum mit Verleihung des 4. Niedersächsischen Sportjournalistenpreises 2016

Lars Brockbalz, Sportredakteur der Nordsee-Zeitung, hat mit einer packenden Reportage rund um Thomas Popiesch den Niedersächsischen Sportjournalistenpreis 2016 gewonnen, der bereits zum vierten Mal von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) vergeben wurde. Die Jury lobte den Beitrag für seine tiefgehenden Emotionen und die detaillierten Beschreibungen. Das Team Politik zum Anfassen gewinnt die Kategorie TV und Hörfunk mit einem emotionalen Bericht über die Integration von Flüchtlingen mithilfe des Sports.

In einer packend formulierten und intensiv recherchierten Reportage beschreibt Lars Brockbalz die Lebensgeschichte des Trainers der Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Dabei ging es besonders um seinen gescheiterten Fluchtversuch aus der DDR, der damit verbundenen Haft und seine nicht abreißende Leidenschaft für den Sport Eishockey. Der Sportredakteur der Nordsee-Zeitung bekam den Preis am Donnerstag im Rahmen des vierten Niedersächsischen Sportjournalistenforums in der Akademie des Sports übergeben. Insgesamt sind 87 Beiträge für den Wettbewerb eingegangen. Die Einsendungen kamen von allen relevanten Medien Niedersachsens sowie zahlreichen überregionalen Tages- und Wochenzeitungen sowie mehreren öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Der Preis wird gemeinsam von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und dem Institut für Sportkommunikation der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) vergeben. „Lars Brockbalz ist es dabei gelungen, mit einer sprachlich ausgefeilten und emotional berührenden Reportage über die Lebensgeschichte eines Mannes zu berichten, die zum Nachdenken anregt“, beschreibt Prof. Dr. Marcus Bölz von der FHM den Text von Lars Brockbalz.Den ebenfalls ausgelobten Nachwuchspreis gewinnt Lars Rücker mit einem Beitrag, den er im Kicker veröffentlichte. Rücker besuchte eine Fußballmannschaft von Asylbewerbern in der Samtgemeinde Sickte in Niedersachsen. Eine Bevölkerungsgruppe über die im vergangenen Jahr häufig, aber oft auch sehr stereotyp und klischeebeladen berichtet wurde - nicht jedoch von dem jungen Reporter Rücker. Er sprach und beobachtete die Menschen beim Training, hörte ihnen zu und lies sich nicht von Klischees und Vorurteilen ablenken. Für die Jury ist dabei eine dichte, wahrhaftige Reportage entstanden. Mit Empathie und ohne Kitsch, umgesetzt in einer präzisen, anschaulichen und packenden Sprache, so die Jury weiter in der Begründung. Der junge Autor versteht sich stilsicher aufs journalistische Erzählen und Erklären und rückt Menschen ungeschminkt mitten in unsere Aufmerksamkeit. Modern, ernsthaft und ohne unnötige Schwere.In der dritten Preiskategorie „TV und Hörfunk“ setzte sich das Team Politik zum Anfassen, mit seinem TV-Beitrag rund um das Thema Flüchtlingsintegration in Schulen durch. In Zusammenarbeit mit einer Schulklasse der IGS Isernhagen wird in den Beitrag die gelungene und bereits ausgezeichnete Integration von Flüchtlingen im Sportbereich der Schule vorgestellt. In aussagekräftigen Interviews erzählen Flüchtlinge, Betreuer und Lehrer, wie es zu diesem Projekt kam und wie es sich entwickelt hat.NDR-Hörfunkjournalist Sören Oelrichs (NDR), moderierte die Festveranstaltung. Neben den Preisträgern und den Mitgliedern der Jury verfolgten 250 Gäste neben der Preisverleihung auch die Podiumsdiskussion rund um das Thema Kommerzialisierung des Sports und seine Auswirkung auf die Sportberichterstattung. Auf dem Podium diskutierten die langjährige Journalistin und Moderatorentrainerin Carmen Thomas, der Leiter der VW-Sportkommunikation Gerd Voss, Prof. Dr. Marcus Bölz und der Schirmherr der Veranstaltung, der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius.Die Mitglieder der Jury des Niedersächsischen Sportjournalistenpreises waren in diesem Jahr Silke Tobias (Sportredakteurin NDR), Heiko Rehberg (Sportredakteur Hannoversche Allgemeine Zeitung), Thorsten Berner (Leiter Sportredaktion Hildesheimer Allgemeine) sowie Hans-Joachim Zwingmann, (Vorsitzender der Niedersächsischen Sportpresse).Im Namen der beiden Veranstalter begrüßten Prof. Dr. Jens Große, Leiter der FHM Hannover und Sport-journalismus-Student Mirco Broers die zahlreichen Gäste aus Landespolitik, den Medien sowie vielen weiteren Vertreter aus dem Sport und der Wirtschaft. Das Schlusswort des Abends richtete Dr. Hans-Ulrich Schneider, Vorsitzender der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung an die rund 250 Gäste.Neben den drei ersten Preisträgern wurden bei der Veranstaltung auch die zweiten und dritten Sieger des Journalistenpreises geehrt. In der Hauptkategorie belegte der Hamburger Journalist Joel Grandke mit seinem Beitrag „Nur ein kleiner Kick am Ziel vorbei“ auf der Onlineplattform spox.com den zweiten Platz. Platz drei belegte Christoph Bähr mit seiner emotionalen Reportage „Marius will kicken“ im We-ser/Delmenhorster Kurier. Im Nachwuchspreis gewann Alicia Kreth (renner.eu) mit einer beeindruckenden Reportage zum niedersächsischen Sportler Markus Rehm den zweiten Preis. Die dritte Siegerin der Nachwuchskategorie ist Maya de Wall (renner.eu) mit ihrer Reportage rund um Männer im Reitsport. Platz zwei der Kategorie TV und Hörfunk ging diesmal an Tiede Thedinga und seinen Hörfunkbeitrag über die Sportart „Floorball“ im NDR. Kristoffer Klein belegte mit seinem Hörfunkbeitrag zum Abstieg von Hannover 96 auf NDR 1 Platz drei.

Die "Sieger-Beiträge" 2016

Hörfunk und TV-Beiträge

3. Niedersächsisches Sportjournalisten-Forum mit Verleihung des 3. Niedersächsischen Sportjournalistenpreises 2015

Thorsten Berner, Sportredakteur der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung, und Tiede Thedinga, Hörfunkjournalist bei NDR1, sind die Gewinner des 3. Niedersächsischen Sportjournalistenpreises. Berner verfasste eine Reportage mit dem Titel „Bewegung gegen das Vergessen“ rund um das Thema Demenz und Alzheimer, Thedinga überzeugte die Jury mit einer Reportage über „Sportangebote für Flüchtlinge“ im Hörfunk. Der Nachwuchs-Preis ging an Louis Lambert mit seinem Beitrag „Die Zuschauer wissen alles und doch gar nichts“ für das Online-Medium „der-renner.eu“

Die niedersächsischen Sportjournalisten bekamen ihre Auszeichnungen am Dienstag im Rahmen des dritten Niedersächsischen Sportjournalisten-Forums in der Akademie des Sports in Hannover  übergeben. Insgesamt sind 71 Beiträge für den Wettbewerb eingegangen. Die Preise wurden gemeinsam von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und dem Institut für Sportkommunikation (IfS) der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) vergeben. Mehr als 200 Besucher waren bei der feierlichen Preisverleihung und dem Sportjournalistenforum dabei.

Neben der Preisverleihung stand am Dienstag das Thema „Sport in der Vertrauenskrise?“ im Zentrum der Veranstaltung. Moderator Sören Oelrichs debattierte das Thema mit den Podiumsgästen Marcus Bölz, Leiter des Institus für Sportkommunikation (IfS), Boris Pistorius, Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, Professor Ines Geipel, ehemalige Leistungssportlerin, Autorin, Wissenschaftlerin und Dopingopfer des DDR-Spitzensports sowie Oliver Fritsch, Sportredakteur der „Zeit Online“.

Im Namen der beiden Veranstalter begrüßten Dr. Hans Ulrich Schneider, Vorsitzender des Vorstands der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und Professor Dr. Jens Große, Leiter der FHM in Hannover, zahlreiche Gäste aus der Landespolitik, den Medien sowie vielen weitere Vertreter aus dem Sport und der Wirtschaft. Neben den drei ersten Preisträgern wurden bei der Veranstaltung auch die zweiten und dritten Sieger des Journalistenpreises geehrt. Im Bereich Print belegten Maren Stritzke von der Ostfriesen-Zeitung mit ihrem Interview „Alle haben geklatscht und mich umarmt“ und Daniel Niebuhr vom Delmenhorster Kreisblatt mit den Reportagen „Der vergessene Verein“ und „Rethorn reloaded“ den geteilten zweiten Platz. Im Bereich TV & Radio wurde Kim Umlauf von RTL Nord mit ihrem Portrait über die Boxerin Bintau Schmill Zweitplatzierte. Den dritten Rang belegte Kristoffer Klein von Deutschland Radio Kultur mit seiner Reportage „Die VW Krise und die Auswirkungen auf den VfL Wolfsburg“.

Im Nachwuchspreis gewann Louis Lambert, den geteilten zweiten Platz gewannen Alexander Flohr „Süddeutsche Zeitung“ mit seinem Artikel „Verfolgt von 1000 Augen“ und Marcel Kolbenstetter von den Cuxhavener Nachrichten mit seinen Beiträgen „Abstrampeln für den Traumberuf“ und „Mit letzter Puste in den Profikader“.

Die "Sieger-Beiträge" 2015

2. Niedersächsisches Sportjournalisten-Forum mit Verleihung des 2. Niedersächsischen Sportjournalistenpreises 2014

Daniel Cottäus, Sportredakteur des Delmenhorster Kurier, hat mit einer packenden Reportage rund um das Thema Inklusion gestern Abend den zweiten Niedersächsischen Sportjournalistenpreis gewonnen. Die Jury lobte den Beitrag für seine hervorragende Beobachtungsgabe.   

In einer packend formulierten und intensiv recherchierten Reportage beschreibt Daniel Cottäus den Alltag einer Delmenhorster Kreisliga-Fußballmannschaft, dem SC Rote Teufel Ganderkesee, für den Fußballer mit und ohne geistige Behinderung gemeinsam auf dem Platz stehen. Der Sportredakteur des Delmenhorster Kuriers, einer Lokalausgabe des Weserkuriers, bekam den Preis am Donnerstag im Rahmen des zweiten Niedersächsischen Sportjournalistenforums in der Akademie des Sports  übergeben. Insgesamt sind 193 Beiträge für den Wettbewerb eingegangen. Der Preis wird gemeinsam von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und dem Institut für Sportkommunikation (IfS) der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) vergeben. „Dem Autor ist es dabei gelungen, aus den tradierten Formen der 1:0-Berichterstattung mit einer wirklich lesenswerten, sprachlich ausgefeilten und emotional berührenden Reportage auszuscheren“, beschreibt Prof. Dr. Marcus Bölz von der FHM den Text von Daniel Cottäus. Den ebenfalls ausgelobten Nachwuchspreis gewinnt Katharina Freise mit einem Beitrag, den sie auf dem Onlinesportportal „derrenner.eu“ veröffentlichte. In Ihrem berührenden Portrait schildert sie die Lebensgeschichte einer jungen Leichtathletin, die mit Hilfe ihres Sports ihre frühkindlichen Gewalterfahrungen verarbeitet.

Neben der Preisverleihung stand am Donnerstag das Thema „Qualität im Sportjournalismus“ im Zentrum der Veranstaltung. Der Moderator Sören Oelrichs debattierte das Thema mit der ZDF-Reporterlegende Rolf Töpperwien sowie Marco Fenske. Der ehemalige „Sport-Bild“-Redakteur und stellvertretende Leiter des Sportressorts der Münchener Abendzeitung ist seit 2014 Leiter des Sportressorts des Redaktionsnetzwerks Deutschland des Madsack-Verlags. Beide betonten in der Debatte, wie intensiv der digitale Medienwandel die Arbeitsweisen des Sportjournalismus verändern.

Im Namen der beiden Veranstalter begrüßten Dr. Hans-Ulrich Schneider, Vorsitzender der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und Prof. Dr. Jens Große, Leiter der FHM in Hannover, zahlreiche Gäste aus der Landespolitik, den Medien sowie vielen weitere Vertreter aus dem Sport, und der Wirtschaft. Neben den beiden ersten Preisträgern wurden bei der Veranstaltung auch die zweiten und dritten Sieger des Journalistenpreises geehrt: Der Hannoveraner Journalist Christian Otto gewann mit einem in der „Stuttgarter Zeitung“ veröffentlichten Portrait des Bundesligaspielers Marcel Schäfer den zweiten Preis. Den dritten Platz erreichte Andreas Safft von der „Landeszeitung für die Lüneburger Heide“, der die Insolvenz eines Lüneburger Traditionsvereins skizzierte. Im Nachwuchspreis gewann Florence Niemann den zweiten Preis mit einem in der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlichen Artikel über eine sehbehinderte Schwimmerin. Den dritten Platz errang Joel Grandke, der in der „Niederelbe Zeitung/Cuxhavener Nachrichten“ eine Serie über einen Kraftsportler  veröffentlichte.    

Broschüre 2014 mit den Siegertexten

1. Niedersächsischer Sportjournalistenpreis 2013

Thorsten Berner, Ressortleiter Sport der „Hildesheimer Allgemeinen Zeitung“, hat aus den Händen des  Ministers für Inneres und Sport, Boris Pistorius den ersten Niedersächsischen Sportjournalistenpreis erhalten.
    
In einer packend formulierten und intensiv recherchierten Reportage beschreibt Thorsten Berner große Gefühle kleiner Fußballer. Er begleitet ein Gruppe Hildesheimer Jugendlicher, die zu einem nationalen Turnier nach Dortmund aufbrechen in der Hoffnung, das Finale in der Signal-Iduna-Arena vor 80.000 Menschen bestreiten zu dürfen – und am Ende ganz knapp scheitern. Der Ressortleiter Sport der „Hildesheimer Allgemeinen Zeitung“ bekam den Preis am Donnerstag im Rahmen des ersten Niedersächsischen Sportjournalisten-Forums in der Akademie des Sports aus den Händen des Ministers für Inneres und Boris Pistorius übergeben. Insgesamt sind 132 Beiträge für den Wettbewerb eingegangen. Der Preis wird gemeinsam von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Hannover vergeben. „Dem Autor ist es dabei gelungen, aus den tradierten Formen der 1:0-Berichterstattung mit einer wirklich lesenswerten, sprachlich ausgefeilten und emotional berührenden Reportage auszuscheren“, beschreibt Jurymitglied Prof. Dr. Marcus Bölz von der FHM Berners Text. Den ebenfalls ausgelobten Nachwuchspreis gewinnt Joël Grandke von der „Niederelbe-Zeitung“ mit einem glossierenden Artikel zur Kultur des Kreisligafußballs.

1. Niedersächsisches Sportjournalisten-Forum 2013

Neben der Preisverleihung stand am Donnerstag das Thema „Fairplay im Sport“ im Zentrum der Veranstaltung. Boris Pistorius debattierte das Thema mit der Vielseitigkeitsreiterin und Olympiasiegerin Sandra Auffarth, der ehemaligen Leichtathletik-Weltrekordhalterin Sylvia Schenk von Transparency International, dem Präsidenten des Landessportbunds Niedersachsen und ehemaligen Bundesligaschiedsrichter Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach sowie dem NP-Sportredakteur Andreas Willeke.  Zu konstatieren ist aus Sicht der Runde: Im Sport - im Hochleistungssport ebenso wie im Breitensport - zeigen sich uns eine Reihe von Fehlentwicklungen, die den einstmals eher nur positiv bewerteten Sport herausfordern. In seiner thematischen Leitrede stellte Boris Pistorius den essentiellen Wert des Fairplay-Gedankens für den Sport generell heraus.

Im Namen der beiden Veranstalter begrüßten Dr. Hans-Ulrich Schneider, Vorsitzender der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und Prof. Dr. Wolfgang Krüger, Leiter der FHM in Hannover, zahlreiche Gäste aus der Landes- und Stadtpolitik, den Medien sowie vielen weitere Vertreter aus dem Sport, der Wirtschaft sowie religiösen Gemeinschaften.

Neben den beiden ersten Preisträgern wurden bei der Veranstaltung auch die zweiten und dritten Sieger des Journalistenpreises geehrt: Der Hannoveraner Journalist Christian Otto gewann mit einem in der Onlineausgabe der „Zeit“, der „tageszeitung“ sowie der „Augsburger Allgemeinen“ veröffentlichten Portrait des Bundesligatorhüters Markus Miller den zweiten Preis. Den dritten Platz erreichte Lars Brockbalz von der „Nordsee-Zeitung“, der das ungewöhnliche Leben eines Eishockeytrainers in einem packenden Text skizzierte. Im Nachwuchspreis gewann Thomas Rocho den zweiten Preis mit einem in der „Hannoveraner Allgemeinen Zeitung“ veröffentlichen Artikel über einen Handbiker. Den dritten Platz errang Mandy Theel, die in der „Wochenzeitung Rundblick“ eine Reportage über die – bisher öffentlich kaum bekannte – Sportart „Disco Dance“ veröffentlichte.

Die "Siegertexte" 2013

  • 1. Platz: "Aus der Traum" eine Reportage von Thorsten Berner, erschienen in der Hildesheimer Allgemeinen Tageszeitung
  • 2. Platz: "Sein Lächeln ist ansteckend" von Christian Otto, erschienen in der Onlineausgabe der "Zeit", der "tageszeitung" und der "Augsburger Allgemeinen"
  • 3. Platz: "Iron Mike" von Lars Brockbalz, erschienen in der Nordsee-Zeitung