Studieren ohne Abitur

Sie haben keine "klassische" schulische Hochschulzugangsberechtigung? Also kein Abitur oder Fachhochschulreife, wollen aber trotzdem studieren? Wenn Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung und entsprechende Berufserfahrung haben, dann können Sie Ihren Studienwunsch verwirklichen.

Beim "Studieren ohne Abitur" wird zwischen dem fachgebundenen Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte (Studieren nach einer Ausbildung), der allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung für Inhaber beruflicher Aufstiegsfortbildungen (Studieren nach einer fachlichen Fortbildung z.B. für Meister, Techniker oder Fachwirte) und dem Zugang für sonstige beruflich Qualifizierte (u.a. Studieren nach der elften Klasse) unterschieden.

Studieren nach einer Ausbildung

Studieren ohne Abitur ist möglich, wenn Sie über eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung sowie eine mehrjährige Berufserfahrung verfügen. Das angestrebte Studium sollte sich fachlich auf die vorangegangene eigene berufliche Qualifizierung beziehen. Das bedeutet, dass der gewünschte Studiengang fachlich zu Ihrem Ausbildungsberuf passen muss. Ob Ihre berufliche Qualifikation dem von Ihnen angestrebten Studiengang entspricht, prüfen wir nach Eingang Ihrer Bewerbungsunterlagen in der FHM. Möglicherweise ist sogar eine Anrechnung Ihrer fachlichen Vorqualifikation auf Ihre Studienleistung (= Reduktion von Studienzeit und Studiengebühren) möglich. Nehmen Sie gern im Vorfeld eine persönliche Studienberatung in Anspruch, wir unterstützen Sie sehr gern!

Studieren nach einer fachlichen Fortbildung

Wenn Sie eine berufliche Aufstiegsfortbildung erfolgreich abgeschlossen haben erwerben Sie damit gleichzeitig die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Zu diesen Aufstiegsfortbildungen gehören u.a. der Meister, der Techniker und der Fachwirt. In diesem Fall gelten für Sie die gleichen Zugangsvoraussetzungen wie für Studieninteressierte mit Abitur.

Ihre Ansprechpartnerin

Dipl.-BW. (FH) Ramona Neubauer

Dipl.-BW. (FH) Ramona Neubauer

Studienberatung Bielefeld
neubauer@@fh-mittelstand.de
Fon: +49 521 9665521

Studieren nach der elften Klasse

Sie haben die Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder einer Berufsfachschule des Berufskollegs nach der 11. Klasse mit der schulischen Fachhochschulreife verlassen? Der praktische Teil der Fachhochschulreife kann im Anschluss erfolgen. Sie benötigen für den praktischen Teil eine abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung oder ein einjähriges Praktikum, um ein Studium aufnehmen zu können.

Zulassungsvoraussetzungen gemäß Prüfungsordnung

Die Zulassungsvoraussetzungen zur Aufnahme eines Bachelor-Studiums an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) sind in der Prüfungsordnung beschrieben: 

  1. Voraussetzung für die Aufnahme des Bachelor-Studiums ist die Allgemeine Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder eine von der zuständigen staatlichen Stelle als hochschulzugangsberechtigt anerkannte Vorbildung.
  2. Auf der Grundlage der „Berufsbildungshochschulzugangsverordnung (im Folgenden: BBHSZVO)“ vom 8. März 2010 können auch folgende Bewerberinnen und Bewerber ohne weitere Prüfung zum Studium zugelassen werden, die einen der folgenden Abschlüsse einer Aufstiegsfortbildung erlangt haben: 
    •    Meisterbrief im Handwerk nach §§ 45 oder 51a Handwerksordnung,
    •    Fortbildungsabschluss, für den Prüfungsregelungen nach §§ 53 oder 54 Berufsbildungsgesetz oder nach §§ 42 oder 42a Handwerksordnung bestehen, sofern die Lehrgänge mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen,
    •    eine vergleichbare Qualifikation auf der Grundlage von § 142 Seemannsgesetz,
    •    Abschluss einer Fachschule entsprechend der Rahmenvereinbarung über Fachschulen der Kultusministerkonferenz,
    •    Abschluss einer mit gemäß zweiten Gliederungspunkt dieses Absatzes vergleichbaren landesrechtlich geregelten Fortbildung für Berufe im Gesundheitswesen sowie im Bereich der sozialpflegerischen und sozialpädagogischen Berufe,
    •    Abschluss einer sonstigen vergleichbaren landesrechtlich geregelten Fortbildung.
  3. Zugang zu einem Studium in einem der Berufsausbildung und der beruflichen Tätigkeit fachlich entsprechenden Studiengang hat gem. BBHSZVO auch, wer die folgenden Voraussetzungen erfüllt:
    •    Abschluss einer nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung oder einer sonstigen nach Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung und 
    •    eine danach erfolgende mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit in dem erlernten Ausbildungsberuf oder in einem der Ausbildung fachlich entsprechenden Beruf; für Stipendiaten des Aufstiegsstipendienprogramms des Bundes sind zwei Jahre ausreichend.
  4. Auf der Grundlage des § 4 der BBHSZVO kann an einer Zugangsprüfung teilnehmen, wer die folgenden Voraussetzungen erfüllt:
    •    Abschluss einer nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung oder einer sonstigen nach Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung und
    •    eine danach erfolgende mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit auch in einem der Ausbildung fachlich nicht entsprechenden Beruf; für Stipendiaten des Aufstiegsstipendien-programms des Bundes sind zwei Jahre ausreichend. Der beruflichen Tätigkeit gleichgestellt ist die hauptverantwortliche und selbstständige Führung eines Familienhaushalts und die Erziehung eines minderjährigen Kindes im Sinne des § 25 Absatz 5 Bundesausbildungsför-derungsgesetzes oder die Pflege eines Angehörigen im Sinne des § 16 Absatz 5 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch – Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz. Eine mindestens hälftige Teilzeitbeschäftigung oder Übernahme der in Satz 3 genannten Aufgaben ist als berufliche Tätigkeit mit dem entsprechenden Anteil anzurechnen. Der Nachweis der Berufsausbildung ist durch entsprechende Dokumente zu belegen. 
  5. Die Bewerbung ist unter Angabe des Studiengangs schriftlich an die Hochschule zu richten. Über die Zulassung zur Zugangsprüfung entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Er ist auch für die ordnungsgemäße Durchführung des Zulassungsverfahrens verant-wortlich und entscheidet auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungen über die Zulassung zum Studium. Die Prüfung unterteilt sich in eine schriftliche Arbeit sowie eine mündliche Prüfung, die jeweils mit einer Note nach dem FHM-Notenschema (§ 12) bewertet wer-den. Über die bestandene Prüfung wird ein Zeugnis ausgestellt, das die Durchschnittsnote enthält. Über eine nicht bestandene Prüfung wird ein Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung erteilt. Die bestandene Prüfung berechtigt studiengangsbezogen zur Aufnahme des Studiums an der FHM. 
  6. Studieninteressierte mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen können zusätzlich zu ihren Bewerbungsunterlagen einen Antrag auf Nachteilsausgleich stellen. Dieser soll es den Bewerbern ermöglichen, behinderungs- und krankheitsbedingte Nachteile auszugleichen. In Bezug auf den Nachteilsausgleich gilt bei der Zulassung zum Studium die gleiche Vorgehens-weise wie bei den Prüfungen unter §6 (8, 9). 
  7. Vom Vorliegen einer Hochschulzugangsberechtigung nach § 49 HG kann ganz oder teilweise abgesehen werden, wenn Studienbewerber eine studiengangbezogene besondere fachliche Eignung oder besondere künstlerisch-gestalterische Begabung und eine den Anforde-rungen der Hochschule entsprechende Allgemeinbildung nachweisen. Ebenso können au-ßergewöhnlich begabte Studieninteressenten vor Abschluss der Schullaufbahn Zugang zum Studium bekommen. Hierzu ist eine schriftliche Bewerbung unter Angabe des Studiengangs an die Hochschule zu richten. Die Bewerbungen werden vom Prüfungsausschuss begutachtet und geeignet erscheinende Bewerber werden vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu einer Prüfung eingeladen, die sich in einen schriftlichen und mündlichen Teil gliedert und Fach- sowie Allgemeinwissen überprüft. Bei einer Bewerbung um einen künstlerisch- gestaltenden Studiengang sind zusätzlich praktische Arbeitsproben beizubringen. Die Bewerber werden über das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung schriftlich benachrichtigt. Die bestandene Prüfung berechtigt studiengangsbezogen zur Aufnahme des Studiums an der FHM oder bei außergewöhnlich begabten Studieninteressenten zur Belegung von Einzelmodulen mit der Möglichkeit einer späteren Anerkennung der Prüfungsleistung.
  8. Zur Immatrikulation in duale, ausbildungsintegrierende Studiengänge ist ein Ausbildungsver-trag über eine spezifische Ausbildung nachzuweisen. Für die dualen Studiengänge der FHM Schwerin - Baltic College ist kein Ausbildungsvertrag nachzuweisen, da hier für den Ausbildungsab-schluss eine Externenprüfung nach § 45 (2) Berufsbildungsgesetz (BBiG) absolviert wird.

Die FHM-Standorte

Fachhochschule des Mittelstands (FHM)
Ravensberger Straße 10 G
33602 Bielefeld
+49 521 9665510
+49 521 9665511
bielefeld@@fh-mittelstand.de

Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bamberg
Pestalozzistraße 10
96052 Bamberg
+49 951 2978890
+49 951 29788929
bamberg@@fh-mittelstand.de

Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Rostock
Kröpeliner Str. 85
(Eingang: Faule Grube)
18055 Rostock
+49 381 4612390
+49 381 46123933
rostock@@fh-mittelstand.de

Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Hannover
Lister Straße 18
30163 Hannover
+49 511 5335880
+49 511 53358828
hannover@@fh-mittelstand.de

Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Köln
Hohenstaufenring 62
50674 Köln
+49 221 2588980
+49 221 25889820
koeln@@fh-mittelstand.de

Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Schwerin
August-Bebel-Straße 11/12
19055 Schwerin
+49 385 7420980
+49 385 74209822
schwerin@@fh-mittelstand.de

Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Berlin
Ernst-Reuter-Platz 3-5
10587 Berlin
+49 30 2592360
berlin@@fh-mittelstand.de

FHM München
Lindwurmstr. 117
80337 München
+49 89 51554875

FHM Tec Rheinland
Rommerskirchener Str. 21
(Walzwerk Atelier 58)
50259 Pulheim
+49 2238 475400
+49 2238 475449
pulheim@@fh-mittelstand.de

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