Absolventenporträt: Laura Herde - Life Coach und erfolgreiche Influencerin

Rückblick auf das dreijährige Studium der Medienkommunikation und des Journalismus an der FHM in Bielefeld:

Zu Schulzeiten war ich eine der Nachzügler, die sich auf Instagram angemeldet haben. Heute ist die Aktivität auf der Social-Media-Plattform Teil meines Berufs und meiner Passion.

Meinen Lebensstil online mit Tausenden von Menschen zu teilen, wäre für mich vor noch vier Jahren niemals infrage gekommen. Einer der ausschlaggebenden Gründe, warum ich meine Angst vor Verurteilung überwunden habe, war der Ausblick auf den Beginn meines Studiums an der FHM. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie nervös ich an dem Tag meines Auswahlgesprächs war, weil ich außer einem Praktikum bei einer Tageszeitung und einem Frauenmagazin in München noch keine journalistischen Vorerfahrungen gesammelt hatte. Dementsprechend verunsichert war ich, als mir bei meinem Auswahlgespräch mitgeteilt wurde, dass es ratsam wäre, vor Beginn des Studiums bereits auf einer sozialen Plattform aktiv zu sein – sei es ein Blog, ein Podcast, oder Instagram. „Shit“, dachte ich mir. „Wie peinlich.“ Abends erzählte ich einer meiner Freundinnen davon, die mich schon seit längerem dazu überreden wollte, meinen veganen Lebensstil mit der Welt auf Social Media zu teilen. Diese schaffte es nach langem Hin und Her schließlich, mich dazu zu überreden, unter einem Synonym (damals hieß der Instagram-Blog von mir noch „eco_not_ego“, was für die Ganzheitlichkeit eines veganen Lebensstils steht) Bilder zu teilen. Und das tat ich dann. Zunächst unregelmäßig und nur mit Handybildern, später wurden daraus professionellere Bilder, die mit einer Kamera geschossen und Lightroom bearbeitet wurden.

Im Rahmen meines Studiums habe ich gelernt, was einen guten Text ausmacht und mit welchen stilistischen Mitteln bestimmte Effekte erzielt werden können. Das war definitiv hilfreich, und so habe ich immer öfter positives Feedback von meiner Followerschaft bzgl. meiner Bildunterschriften erhalten.

Ich habe schon immer gerne geschrieben, diese Leidenschaft hat sich im Rahmen meines Studiums verstärkt. Im November 2017 habe ich dann meinen Weblog gelauncht. Dadurch hatte ich eine weitere Plattform, auf der ich mich selbst ausdrücken könnte.

Zu Beginn des Jahres 2018 habe ich zum ersten Mal mit einem Post Geld verdient. Aus dem Hobby wurde ein Nebenjob. Es war nicht immer leicht, Studium und Bloggen unter einen Hut zu bringen, aber es war den Zeitaufwand definitiv wert. Als wir dann zum Studiumsende hin einen Businessplan schreiben mussten, habe ich mir noch intensiver Gedanken darüber gemacht, womit ich irgendwann mein Geld verdienen möchte. Für mich stand von Anfang an fest, nicht über ein hypothetisches Beispiel zu schreiben, sondern einen tatsächlichen Businessplan für mich zu schreiben. Das Thema Coaching hat mich schon immer stark interessiert und da ich schon immer unterbewusst Freunde gecoacht und mit der Zeit gemerkt habe, dass mir diese Tätigkeit sehr liegt, habe ich mich entschieden, diese Tätigkeit ebenfalls in meinen Businessplan mit aufzunehmen. Damit hatte ich mehrere verschiedene Tätigkeiten beisammen, die ich in meinen Businessplan mit einbinden würde. Das Schreiben des Businessplans war mühselig, hat viel Zeit und Arbeit gekostet, mir gleichzeitig aber auch unglaublich viel Klarheit und einen guten Überblick verschafft. Ich bin sehr glücklich, mich dazu entschieden zu haben, mein eigenes Unternehmen als Beispiel zu nehmen. Durch die vorgenommene Recherche habe ich unglaublich viel über meinen angestrebten Beruf gelernt und nach Fertigstellung zwei Monate später tatsächlich mein Gewerbe als selbständiger Online-Coach und Bloggerin angemeldet, da ich im Jahr 2018 (meinem Abschlussjahr) zum ersten Mal Geld mit meinem Blog, Instagram-Kanal und meiner Coaching-Tätigkeit verdient habe.

Mein Fazit? Durch das Studium habe ich gelernt, welche Tätigkeiten mir im Bereich Journalismus und Medienkommunikation liegen und welche eher weniger. Durch die zwei verschiedenen Praktika im Rahmen des Studiums wurde mir bewusst, was mir gefällt – selbstständiges Arbeiten, Schreiben – und welche eher weniger – PR-Arbeit und von 9 bis 17 Uhr für jemand anderes Arbeiten -. Herauszufinden, was man nicht möchte, ist meiner Meinung nach mindestens genauso wichtig wie zu wissen, was man möchte.

Daher bin ich unglaublich glücklich und dankbar, Wissen und Erfahrungen aus vielen verschiedenen Bereichen mitgenommen zu haben. Hintergrundwissen in den Bereichen Marketing, PR und Storytelling helfen mir heute noch dabei, mein eigenes Unternehmen erfolgreich zu führen und mich online selbst darzustellen.

Besonders gut gefallen hat mir an dem Studium, dass der Bezug zu den Dozenten sehr gut war, weil die Klassen sehr klein sind und das Verhältnis etwas privater ist. Im Rahmen meines Studiums habe ich aber auch an vielen Kursen teilgenommen, die mir für meine spätere Tätigkeit keine relevanten Inhalte vermittelt haben, weshalb ich versucht habe, alles für mich Wichtige an Informationen herauszufiltern. Laura Herde ist erfolgreich mit ihrem Instagram-Profil und ihrem Blog. Schaut selbst rein!

Laura Herde, Absolventin des B.A. Medienkommunikation & Journalismus in 2018 der FHM Bielefeld. Heute ist sie Life Coach & erfolgreiche Influencerin.