Enquete-Kommission zur Zukunft Handwerk und Mittelstand vom Landtag NRW zu Gast in der FHM Bielefeld - Fachtagung zum Thema „Triales Studium“ und „Gründerinnen im Handwerk“

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) konnte rund 30 Abgeordnete des Landtags Nordrhein-Westfalen zu einer Klausurtagung am Campus in Bielefeld begrüßen. Sie sind Teil der Enquete-Kommission zur Zukunft Handwerk und Mittelstand. Dabei wurde den Landtagsabgeordneten das innovative FHM-Konzept des Bachelorstudiengangs „Triales Studium“ B. A. Handwerksmanagement vorgestellt sowie das wissenschaftliche Projekt „Gründerinnen im Handwerk“ präsentiert. FHM-Rektorin Prof. Dr. Anne Dreier, FHM-Geschäftsführer Prof. Dr. Richard Merk und die Dekanin des Fachbereichs Medien der FHM Prof. Dr. Astrid Kruse führten die Teilnehmer durch den Tag.

Erstes Thema war bei der Fachtagung das „Triale Studium“: Dieses innovative Studienkonzept Triales Studium Handwerksmanagement (B.A.) bietet den besten Einstieg in eine Handwerkskarriere. In einzigartiger Weise verbindet es die Vorteile der dualen Berufsausbildung und anschließenden Meisterqualifikation mit einem wissenschaftlichen Studium. Die (Fach-) Abiturienten werden hier gezielt auf Führungsaufgaben im Handwerk vorbereitet. In circa 4 ½ Jahren wird so, neben der fachlichen Ausbildung zum Gesellen in Ihrem Gewerk und der Weiterqualifizierung zum Handwerksmeister, der akademische Grad Bachelor of Arts (B.A.) Handwerksmanagement erreicht. Hierbei wird neben der Vermittlung von Wirtschaftskompetenz ein Schwerpunkt auf die personale und soziale Kompetenz sowie die Aktivitäts- und Handlungskompetenz gelegt.

Anschließend wurde das Projekt "Gründerinnen im Handwerk" vorgestellt. Frauen sind in allen Bereichen des Handwerks anzutreffen und tragen maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg der Betriebe bei: als selbständige Betriebsinhaberin, mitarbeitende Unternehmerfrau, angestellte Gesellin oder Auszubildende. Es entscheiden sich immer mehr Frauen für eine Ausbildung in einem bisher typischen Männerberuf. Allerdings ist das Gründungspotenzial der Frauen im Handwerk bisher nicht ausgeschöpft. „Gründerinnen im Handwerk“ ist ein Projekt im Rahmen der Initiative „Power für Gründerinnen – Maßnahmen zur Mobilisierung des Gründungspotenzials von Frauen" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Vor diesem Hintergrund nimmt das Projekt der wissenschaftlichen Projektleiterin Prof. Dr. Astrid Kruse (Dekanin Medien an der FHM) die Existenzgründung von Frauen in Handwerksberufen in den Blick und untersucht Beratungs- und Qualifizierungsangebote, die von potenziellen weiblichen Unternehmensgründerinnen im Handwerk genutzt werden. Ziel des Projekts ist es, Frauen den Zugang zur Existenzgründung im Handwerk zu erleichtern und das Gründungsverhalten von Frauen im Handwerk nachhaltig positiv zu beeinflussen.