FHM-Wissenschaftler referieren im turkmenischen Ashgabat

Vom 12. bis 14. November 2015 nahmen FHM-Professor Dr. Stefan Bieletzke und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Olga Zubikova an einer internationalen Bildungskonferenz in der Hauptstadt Turkmenistans, Ashgabat, teil. Sie waren auf Einladung des turkmenischen Bildungsministeriums als Referenten geladen. Erstmalig durchgeführt im Mai 2010, hat sich dieser wissenschaftliche Kongress inzwischen zu einem jährlichen Event im bildungspolitischen Leben Zentralasiens etabliert und stellt eine Plattform für einen internationalen Austausch mit breitgefächerter inhaltlicher Ausrichtung dar.  

Die Themen reichten von den Spezifika nationaler Bildungssysteme, Neuem zu neuronalem Lernen, kulturspezifischen Lern- und Lehrmethodiken bis hin zur Qualitätssicherung von Lernangeboten. Mehr als 150 Wissenschaftler reisten aus 30 Ländern an u.a. aus Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Kasachstan, Katar, Kirgisien, Lettland, Mongolei, Nepal, Polen, Russland, Slowenien, der Ukraine, den USA, Usbekistan, Tadschikistan, der Türkei, Turkmenistan und Weißrussland.

Prof. Dr. Stefan Bieletzke, der zum Thema „Hype oder Hoffnung – E-Lehre mit Vorlesungs-Broadcast“ referierte, betont: „Ein kritischer Erfolgsfaktor bei der Einführung von E-Learning an Hochschulen ist die Akzeptanz in einer kulturnationalen Region. Man muss diese Kultur vor Ort erleben und mit den Akteuren diskutieren, um landesspezifische Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren. Nur dann kann eine erfolgreiche Mischung von Präsenzlehre und E-Learning erreicht werden.“

„Ein aktives Engagement der FHM im internationalen Bildungsbereich, unter anderem eine gute und stabile Zusammenarbeit mit turkmenischen Hochschulen, trug dazu bei, dass unsere Erfahrungen und Good Practices eine solide Basis für einen internationalen Austausch bieten“, so Olga Zubikova, die zum Thema E-Learning im Kontext des Paradigmenwechsels in der europäischen Bildung berichtete.

Ein weiteres Highlight der Konferenz war die internationale Bildungsausstellung. An mehr als 50 Ständen wurden aktuelle Bildungsangebote und Innovationen aus den Bereichen (Hoch-) Schuldidaktik, E-Learning und Sport präsentiert. Letzteres ist übrigens zu einem relevanten Thema in Turkmenistan avanciert angesichts der anstehenden 5. Asienspiele, die Ashgabat 2017 ausrichten wird.

v.l.n.r.: Olga Zubikova, Frau Bayramgul Orazdurdyyeva (Vize-Bildungsministerin Turkmenistans), Prof. Dr. Stefan Bieletzke