Studieren ohne Abitur

Studium in Vollzeit, berufsbegleitend oder im Fernstudium

Sie stehen bereits im Berufsleben und möchten  jetzt auch ohne Abitur studieren und/oder sich neu orientieren? Dann haben wir gute Nachrichten für Sie: Ein Studium ist bei uns auch ohne Abitur möglich - denn die Hochschulzugangsberechtigung bringen Sie wahrscheinlich mit! An der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) können Sie unter bestimmten Voraussetzungen trotzdem studieren. Möglicherweise können Sie sich sogar so umfangreich Ausbildungsinhalte anrechnen lassen, dass dies zu einer deutlichen Verkürzung der Studienzeit führt (Top-Up Studium).

Tipp: Fernstudium ohne Abitur? Zur optimalen Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Studium bietet die FHM das Studieren ohne Abitur auch als Fernstudium an. Genauso möglich ist aber auch die Aufnahme eines klassischen Vollzeitstudiums oder eines berufsbegleitendes Studium in Teilzeit.

Nehmen Sie gern bei Ihren Fragen zum Studium ohne Abitur (also ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung) eine persönliche Studienberatung in Anspruch, wir unterstützen Sie sehr gern! Hier zeigen wir Ihnen Ihre Möglichkeiten im Einzelnen:

Studieren ohne Abitur mit einer Ausbildung + 3 Jahre Berufserfahrung

Sie können auch ohne Abitur an der FHM studieren, wenn Sie über eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung sowie mindestens drei Jahre Berufserfahrung (in Vollzeit) verfügen. Das angestrebte Studium sollte idealerweise fachlich zu Ihrem Ausbildungsberuf passen – dies ist aber kein Muss. Studiengang und Ausbildung passen zum Beispiel bei der Kombination „Kaufmännische Ausbildung“ und „BWL-Studium“ zusammen. Ob Ihre berufliche Qualifikation dem von Ihnen angestrebten Studiengang entspricht, prüfen wir nach Eingang Ihrer Bewerbungsunterlagen in der FHM.

Auch ein fachfremdes Studium ist möglich
Haben Sie bereits eine Berufsausbildung absolviert und möchten sich in einem anderen Fachgebiet neu orientieren, besteht auch hier die Möglichkeit des Studierens ohne Abitur – dies gilt zum Beispiel, wenn Sie eine kaufmännische Ausbildung haben, aber nun Psychologie ohne vorheriges Abitur studieren möchten, um sich zum Beispiel für eine Tätigkeit im Personalwesen zu qualifizieren.

Um ein fachfremdes Studium aufzunehmen, absolvieren Sie an der FHM zunächst eine Zugangsprüfung, mit der wir feststellen, ob Sie die generellen Voraussetzungen für ein Studium erfüllen. Um die Grundkenntnisse in den schulischen Hauptfächern nachzuweisen, müssen Sie zum Beispiel Aufgaben aus den Bereichen Mathematik, Deutsch und Englisch lösen. Zudem testen wir die fachspezifischen Kenntnisse und das Allgemeinwissen. 

Anschließend studieren Sie zunächst ein Jahr auf Probe. Das heißt, Sie nehmen ganz normal am Hochschulalltag teil, legen alle regulären Prüfungen ab und sammeln damit bereits Credits. Wenn Sie nach dieser Zeit eine Mindestanzahl von Credits erreicht haben, ist die Probezeit erfolgreich absolviert und Sie können Ihr Studium wie gewohnt fortsetzen. Die gesammelten Credits bleiben komplett erhalten und werden auf das Studium angerechnet – Sie verlieren also keine Zeit.

Studieren ohne Abitur mit einer Ausbildung + Fachlicher Fortbildung, z.B. dem Meister

Eine weitere Möglichkeit für das Studium ohne Abitur ist der Nachweis einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung und einer anschließenden Aufstiegsfortbildung. Dies ist eine staatliche Prüfung, mit der Sie sich beispielsweise bereits zum Techniker, Erzieher oder Fachwirt qualifiziert haben. Die bekannte Aufstiegsfortbildung ist aber sicherlich der Meister. Mit dem Meisterbrief oder einer anderen Aufstiegsfortbildung in der Tasche gelten für Sie die gleichen Zugangsvoraussetzungen wie für Personen mit Abitur. Damit haben Sie einen unmittelbaren Hochschulzugang zu Universitäten und Fachhochschulen wie der FHM.

Studieren ohne Abitur nach der 11. Klasse + 1 Jahr Praktikum

Sie haben die Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder einer Berufsfachschule des Berufskollegs nach der 11. Klasse mit der schulischen Fachhochschulreife verlassen? Der praktische Teil der Fachhochschulreife kann im Anschluss erfolgen – zum Beispiel, in dem Sie ein einjähriges Praktikum oder das Freiwillige Soziale Jahr absolviert haben. Wenn Sie den Abschluss der 11. Klasse und eine anschließende einjährige Praxistätigkeit nachweisen, können Sie auch ohne Abitur studieren.

Zulassungsvoraussetzungen gemäß Prüfungsordnung

Die Zulassungsvoraussetzungen zur Aufnahme eines Bachelor-Studiums an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) sind in der Prüfungsordnung beschrieben: 

  1. Voraussetzung für die Aufnahme des Bachelor-Studiums ist die Allgemeine Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder eine von der zuständigen staatlichen Stelle als hochschulzugangsberechtigt anerkannte Vorbildung.
  2. Auf der Grundlage der „Berufsbildungshochschulzugangsverordnung (im Folgenden: BBHSZVO)“ vom 8. März 2010 können auch folgende Bewerberinnen und Bewerber ohne weitere Prüfung zum Studium zugelassen werden, die einen der folgenden Abschlüsse einer Aufstiegsfortbildung erlangt haben: 
    •    Meisterbrief im Handwerk nach §§ 45 oder 51a Handwerksordnung,
    •    Fortbildungsabschluss, für den Prüfungsregelungen nach §§ 53 oder 54 Berufsbildungsgesetz oder nach §§ 42 oder 42a Handwerksordnung bestehen, sofern die Lehrgänge mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen,
    •    eine vergleichbare Qualifikation auf der Grundlage von § 142 Seemannsgesetz,
    •    Abschluss einer Fachschule entsprechend der Rahmenvereinbarung über Fachschulen der Kultusministerkonferenz,
    •    Abschluss einer mit gemäß zweiten Gliederungspunkt dieses Absatzes vergleichbaren landesrechtlich geregelten Fortbildung für Berufe im Gesundheitswesen sowie im Bereich der sozialpflegerischen und sozialpädagogischen Berufe,
    •    Abschluss einer sonstigen vergleichbaren landesrechtlich geregelten Fortbildung.
  3. Zugang zu einem Studium in einem der Berufsausbildung und der beruflichen Tätigkeit fachlich entsprechenden Studiengang hat gem. BBHSZVO auch, wer die folgenden Voraussetzungen erfüllt:
    •    Abschluss einer nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung oder einer sonstigen nach Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung und 
    •    eine danach erfolgende mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit in dem erlernten Ausbildungsberuf oder in einem der Ausbildung fachlich entsprechenden Beruf; für Stipendiaten des Aufstiegsstipendienprogramms des Bundes sind zwei Jahre ausreichend.
  4. Auf der Grundlage des § 4 der BBHSZVO kann an einer Zugangsprüfung teilnehmen, wer die folgenden Voraussetzungen erfüllt:
    •    Abschluss einer nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung oder einer sonstigen nach Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung und
    •    eine danach erfolgende mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit auch in einem der Ausbildung fachlich nicht entsprechenden Beruf; für Stipendiaten des Aufstiegsstipendien-programms des Bundes sind zwei Jahre ausreichend. Der beruflichen Tätigkeit gleichgestellt ist die hauptverantwortliche und selbstständige Führung eines Familienhaushalts und die Erziehung eines minderjährigen Kindes im Sinne des § 25 Absatz 5 Bundesausbildungsför-derungsgesetzes oder die Pflege eines Angehörigen im Sinne des § 16 Absatz 5 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch – Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz. Eine mindestens hälftige Teilzeitbeschäftigung oder Übernahme der in Satz 3 genannten Aufgaben ist als berufliche Tätigkeit mit dem entsprechenden Anteil anzurechnen. Der Nachweis der Berufsausbildung ist durch entsprechende Dokumente zu belegen. 
  5. Die Bewerbung ist unter Angabe des Studiengangs schriftlich an die Hochschule zu richten. Über die Zulassung zur Zugangsprüfung entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Er ist auch für die ordnungsgemäße Durchführung des Zulassungsverfahrens verant-wortlich und entscheidet auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungen über die Zulassung zum Studium. Die Prüfung unterteilt sich in eine schriftliche Arbeit sowie eine mündliche Prüfung, die jeweils mit einer Note nach dem FHM-Notenschema (§ 12) bewertet wer-den. Über die bestandene Prüfung wird ein Zeugnis ausgestellt, das die Durchschnittsnote enthält. Über eine nicht bestandene Prüfung wird ein Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung erteilt. Die bestandene Prüfung berechtigt studiengangsbezogen zur Aufnahme des Studiums an der FHM
  6. Studieninteressierte mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen können zusätzlich zu ihren Bewerbungsunterlagen einen Antrag auf Nachteilsausgleich stellen. Dieser soll es den Bewerbern ermöglichen, behinderungs- und krankheitsbedingte Nachteile auszugleichen. In Bezug auf den Nachteilsausgleich gilt bei der Zulassung zum Studium die gleiche Vorgehens-weise wie bei den Prüfungen unter §6 (8, 9). 
  7. Vom Vorliegen einer Hochschulzugangsberechtigung nach § 49 HG kann ganz oder teilweise abgesehen werden, wenn Studienbewerber eine studiengangbezogene besondere fachliche Eignung oder besondere künstlerisch-gestalterische Begabung und eine den Anforde-rungen der Hochschule entsprechende Allgemeinbildung nachweisen. Ebenso können au-ßergewöhnlich begabte Studieninteressenten vor Abschluss der Schullaufbahn Zugang zum Studium bekommen. Hierzu ist eine schriftliche Bewerbung unter Angabe des Studiengangs an die Hochschule zu richten. Die Bewerbungen werden vom Prüfungsausschuss begutachtet und geeignet erscheinende Bewerber werden vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu einer Prüfung eingeladen, die sich in einen schriftlichen und mündlichen Teil gliedert und Fach- sowie Allgemeinwissen überprüft. Bei einer Bewerbung um einen künstlerisch- gestaltenden Studiengang sind zusätzlich praktische Arbeitsproben beizubringen. Die Bewerber werden über das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung schriftlich benachrichtigt. Die bestandene Prüfung berechtigt studiengangsbezogen zur Aufnahme des Studiums an der FHM oder bei außergewöhnlich begabten Studieninteressenten zur Belegung von Einzelmodulen mit der Möglichkeit einer späteren Anerkennung der Prüfungsleistung.
  8. Zur Immatrikulation in duale, ausbildungsintegrierende Studiengänge ist ein Ausbildungsver-trag über eine spezifische Ausbildung nachzuweisen. Für die dualen Studiengänge der FHM Schwerin - Baltic College ist kein Ausbildungsvertrag nachzuweisen, da hier für den Ausbildungsab-schluss eine Externenprüfung nach § 45 (2) Berufsbildungsgesetz (BBiG) absolviert wird.

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